Gemeindepartnerschaft mit Unterföhring

Am 26. März 1993 wurde im feierlichen Rahmen die Urkunde über die Partnerschaft zwischen der Gemeinde Unterföhring in Bayern und der Gemeinde Kamsdorf durch den damaligen 1. Bürgermeister Klaus Läßing und Bürgermeister Werner Groll unterzeichnet. Im Text der Urkunde wurde vereinbart, dass die Gemeinde Kamsdorf beim Aufbau der kommunalen Selbstverwaltung im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten unterstützt wird. Zwischen der Gemeindevertreterversammlung und dem Gemeinderat wird ein Erfahrungs- und Meinungsaustausch auf kommunaler Ebene stattfinden.
Die Beziehungen der am kulturellen, sportlichen, schulischen, kirchlichen, sozialen und wirtschaftlichen Leben beteiligten Personen und Einrichtungen werden angebahnt und gefördert. Die Begegnung der Jugend und Familien beider Partnergemeinden werden gefördert. Beide Partnergemeinden erwarten, dass diese Vereinbarung durch ihre Bürger und Institutionen mit Leben erfüllt wird.
Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Gemeindepartnerschaft im Jahr 2018 wurde in jeweils einem Festakt in Unterföhring und Kamsdorf die Gemeindepartnerschaft durch den 1. Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer und den Ortsteilbürgermeister Thomas Kuhn nochmals bekräftigt. Seit der Gemeindeneugliederung im Jahr 2018 gehört die Gemeinde Kamsdorf als neuer Ortsteil der Gemeinde Unterwellenborn an. Besonders erfreulich ist, dass die Gemeindepartnerschaft durch wechselseitige Begegnungen weiter gepflegt und durch die Gemeinde Unterwellenborn aktiv unterstützt und begleitet wird.

Gemeindepartnerschaft mit Metzingen

Im Jahr 1982 begegneten sich erstmals Kirchenälteste aus Metzingen und Unterwellenborn auf einem Rastplatz bei Eisenach. Das Treffen kam durch Vermittlung der Landeskirchen Württemberg und Thüringen zustande. Zum Posaunenchorjubiläum 1983 konnten erstmals Gäste aus Metzingen in Unterwellenborn begrüßt werden. Im April 1984 besuchte eine Jugendgruppe aus Metzingen die Gemeinde Unterwellenborn. Im Rahmen einer Jugendbegegnung trafen sich erstmals Jugendliche beider Gemeinden zum Kennenlernen. Manche Kontakte bestehen heute noch. In den Folgejahren konnten jährlich Gäste aus Metzingen in Unterwellenborn begrüßt werden. Seit der politischen Wende im Jahr 1989 sind endlich auch gegenseitige Besuche möglich. Im Sommer 1990 konnten auf Einladung aus Metzingen erstmals Gäste aus Unterwellenborn zu einem Besuch ins Montafon reisen. Im Jahr 1990 kam es zu ersten Kontakten auf Verwaltungsebene. Aktiv unterstützte die Stadt Metzingen die Gemeinde Unterwellenborn. So beteiligte man sich an der Modernisierung der technischen Ausrüstung des Bauhofes. Von da an fanden Erfahrungsaustausche beider Bauhöfe statt. Die Bauverwaltung der Stadt Metzingen unterstützte die sich im Aufbau befindliche Bauverwaltung der Gemeinde Unterwellenborn bei der Planung des Trassenverlaufs der „B 281 – Umfahrung Unterwellenborn“ durch das Industriegebiet der ehemaligen Maxhütte Unterwellenborn. Diese Trassenführung war durch das Straßenbauamt Thüringen damals bei den Varianten der Trassenführung zunächst nicht vorgesehen. Zur Unterstützung des Brandschutzes erhielt die Freiwillige Feuerwehr Unterwellenborn von der Feuerwehr Metzingen-Neuhausen ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug, welches in der Folge liebevoll „Oma“ genannt, das jetzt im Ortsteil Oberwellenborn wertvolle Dienste leistet. Es wird ein reger kultureller Austausch zwischen den Orten gepflegt. Die Hofbühlmusikanten und der Kantorei Posaunenchor aus Metzingen besuchten Unterwellenborn und der Maxhüttenchor und der Posaunenchor aus Unterwellenborn besuchten mehrfach die Partnergemeinde Metzingen. Ein Besuch der Partnerstadt ist für die Bürgermeisterin der Gemeinde Unterwellenborn fester Bestandteil der Terminplanung. Die Kirchgemeinden pflegen bis heute lebendige Kontakte. Jährlich findet eine gemeinsame Familienfreizeit statt und es gibt viele private Freundschaften, bereits in der dritten Generation.