Land bewilligt 85 Millionen Euro für Breitbandausbau: 25.558 Adressen in ländlichen Regionen erhalten schnelles Internet
„Der Breitbandausbau ist eines der größten Infrastrukturprojekte in der Geschichte unseres Freistaats und eine Mammutaufgabe. Wir wollen alle Orte Thüringens an schnelles Internet anbinden und legen hierbei, neben dem eigenwirtschaftlichen Ausbau den Fokus auf den geförderten Ausbau besonders in den ländlichen Regionen. Gleichwertige Lebensbedingungen bei der Digitalisierung sind unser Ziel. Die mehr als 85 Millionen Euro Fördermittel des Landes sowie weitere 103 Mio. € Bundesmittel für den Glasfaserausbau in den 85 Orten tragen dazu bei, den Menschen und der Wirtschaft vor Ort digitale Teilhabe und Entwicklungschancen zu sichern“, sagt Thüringens Digitalminister Steffen Schütz.
Für den Ausbau hatte der Bund bereits 102.440.700 Euro Fördermittel bewilligt, für die nun die Landesmitfinanzierung über 85.380.300 Euro genehmigt worden ist. Im Landkreis Saale-Holzland werden zwei Cluster und in den Landkreisen Saalfeld-Rudolstadt, Sonneberg, Gotha, Hildburghausen, Ilmkreis, Sömmerda und Eichsfeld jeweils ein Ausbaucluster gefördert.
Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Digitales (TMDI) erhält zusammen mit der Thüringer Glasfasergesellschaft (TGG) heute zudem einen symbolischen Förderbescheid über weitere 115.371.000 Euro von Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger. „Diese neue Förderung ist für weitere fast 21.000 Adresspunkte in neun Landkreisen bestimmt. Die Genehmigung der Landesmitfinanzierung bereiten wir aktuell mit der Thüringer Glasfasergesellschaft vor“, betont Thüringens Digitalstaatssekretärin/CIO Milen Starke. Die neue Bundesförderung adressiert Fördercluster in den Landkreisen Saale-Holzland, Nordhausen, Hildburghausen, Eichsfeld, Saalfeld-Rudolstadt, Sömmerda, Sonneberg, Schmalkalden-Meiningen und Saale-Orla.
Minister Schütz ergänzt: „Glasfaser ist die Grundlage für die weitere digitale Entwicklung Thüringens. Wir fördern in den nächsten fünf Jahren mit über einer Milliarde Euro den Ausbau in Regionen, in denen sich private Investitionen in die Glasfaserstruktur nicht lohnen. Doch Geld alleine reicht nicht. Für eine erfolgreiche, flächendeckende Glasfaserversorgung in Thüringen bis 2030 brauchen wir ein gemeinsames, koordiniertes Vorgehen aller Akteure. Wir arbeiten an einem Glasfaserpakt mit allen relevanten Akteuren, um den Ausbau besser zu koordinieren und schneller voranzukommen. Dazu gehört auch, dass wir bei den Bürgerinnen und Bürgern mehr Akzeptanz für den Glasfaserausbau schaffen müssen.“ In Thüringen sind bislang nur 23 Prozent der Haushalte mit einem Glasfaseranschluss versorgt. Es gibt jedoch erhebliche Unterschiede zwischen den Landkreisen/kreisfreien Städten. Die Spanne der Glasfaser-Ausbauquote nach Haushalten liegt zwischen 5 Prozent in der Stadt Weimar und 43 Prozent im Landkreis Hildburghausen.
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