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Geschichtliches zu Unterwellenborn

Am 21. Februar 1125 wurde Unterwellenborn erstmals urkundlich als "Wellinginborn" erwähnt. Der Ort ist eine fränkische Siedlung, die als Angerdorf westlich der Nikolaikirche bestand. Die Bezeichnung "born" für eine Trinkwasserquelle weist auf den Standort einer Siedlung in der Nähe eines Brunnens hin. Dieser befand sich an der Stelle des Großen Teiches bei Oberwellenborn und wurde von Fuhrleuten, die auf der Nürnberger-Leipziger Handelsstraße dahin zogen, als Raststätte und Tränke für ihre Tiere genutzt. Abgeleitet vom Namen des Erbauers nannte man die zwei nahe angesiedelten Orte "beim Brunnen des Willigis". 1349 wird der Ort im Lehnsbuch Friedrich des Strengen "in inferiore Weldigenborn" (in Niederwellenborn) genannt. 1381 ist die Bezeichnung "nidern Weldigenborn" (unterhalb des Brunnens) die Grundlage für den heutigen Ortsnamen.
Ein Kleinod von Unterwellenborn ist die Nikolaikirche. Die romanische Taufkapelle mit den etwa 900 Jahre alten Originalfresken ist der älteste bauliche Zeitzeuge des Ortes. Der Flügelaltar stammt aus der Saalfelder Schnitzschule des Valentin Lendenstreich. Besonders wertvoll ist die 1744 von dem Orgelbaumeister Johann Heinrich Scherff aus Pößneck erbaute und 1994 restaurierte Barockorgel.

Röblitz liegt 500 m südlich der Heide und 250 m ü. NN. Es ist slawischen Ursprungs und wurde als "Robelitz" im Jahre 1279 erstmals genannt. Typisch ist die Doppeldorfanlage mit dem oberen Rundling mit Winkel um die Kirche und dem unteren Rundling mit Edelhof um den Dorfteich. Der Ortsname kann mit "Roubilice" = Holzschlag oder "Rob" = Knecht, also der Ort wo Holzknechte wohnen und Holz einschlagen, gedeutet werden.
Den Dorfkern bildet die Kirche, die mit einer 5 m hohen und 1,5 m breiten Wehrmauer umgeben ist. Ein kleines Kulturdenkmal ist der Edelhof. 1635 von der Adelsfamilie von Crobitz erworben, wird er von den heutigen Besitzern liebevoll saniert und einmal im Jahr für interessierte Besucher geöffnet.

Mit der Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke Gera-Saalfeld-Eichicht im Jahre 1872 und der Erweiterung des Erzbergbaus im Kamsdorfer Revier waren die Voraussetzungen für die Errichtung des Eisenwerkes Maximilianshütte in der Röblitzer Flur gegeben. Dies war der Beginn der industriellen Entwicklung in Röblitz und Unterwellenborn. Da der Bedarf an Arbeitskräften wuchs, wurde 1938 nördlich des Ortes mit der Errichtung einer Siedlung begonnen. In den Fünfziger und Neunziger Jahren erweiterte sich der Wohnungsbau maßgeblich.
Baumaßnahmen, wie Schule, Sportplatz, Kinderkrippe, Kindergarten, Landwarenhaus, Betriebspoliklinik, Katholische Kirche und der Kulturpalast der Maxhütte mit der ersten Spannbetonbrücke der Republik, entstanden. An der Gemarkungsgrenze nach Gorndorf baute die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (heute Agrargenossenschaft) eine Schweinemastanlage für 6000 Tiere.
Nach 120 Jahren wurde das Altwerk der Maxhütte, einst größter Arbeitgeber der Region, liquidiert. Der Stahlstandort ist mit dem Weiterbetrieb der Kombinierten Formstahlstraße (KFS) und dem Neubau des Stahlwerkes durch die Arcelor Thüringen GmbH geblieben und verkehrstechnisch an die neue Maxhüttentrasse B 281 angeschlossen. Das Stahlwerk gehört seit Januar 2007 zur Alfonso Gallardo Gruppe und trägt den Namen Stahlwerk Thüringen GmbH. Die Alfonso Gallardo Gruppe ist Hauptproduzent von Baustahl in Spanien und mit etwa 3000 Mitarbeitern bedeutender Hersteller von Formstahl in Europa. Der Firmensitz der Unternehmensgruppe liegt in Jerez de los Caballeros (Badajoz). Zur Gallardo Gruppe gehören Werke in der Extremadura, in Asturien, in Madrid und im Baskenland.
Unterwellenborn verfügt u.a. über ein großes Einkaufszentrum, vielfältige Bildungseinrichtungen- und Kindereinrichtungen, Klubräume sowie eine Skateranlage für die Jugend, ein AWO-Begegnungshaus, ein Freibad, ein Sportzentrum und ein Industriedenkmal. Sieben Arztpraxen, eine Apotheke, eine Physiotherapie sowie zwei häusliche Krankenpflegestationen stehen für die Bevölkerung zur Verfügung. Die Freiwillige Feuerwehr entwickelte sich zu einer Schwerpunktfeuerwehr. Durch das Geschenk eines Tanklöschfahrzeug der Partnerstadt Metzingen/Neuhausen und dem Bau eines neuen Gerätehaus wurden beste Voraussetzungen geschaffen. In 14 Vereinen sind etwa 1500 Mitglieder sehr aktiv tätig. Seit 1995 ist die Gemeinde im Besitz der ehemaligen Betriebspoliklinik Maxhütte. Als Amtsgebäude für die Gemeindeverwaltung, das Bürgermeisteramt und den Planungszweckverband Maxhütte Unterwellenborn ist es ein wichtiges Haus der Gemeinde geworden.


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Ihr Ansprechpartner:
Herr Kaminsky
Tel.: 0160/96739736
Email: wolfgang.kaminsky@gmx.de

Gemeindenachrichten 2019

Erscheinungsdaten/Redaktionsschluss des Amtsblattes der Gemeinde Unterwellenborn für das Jahr 2019:

 


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Bebauungsplan Sondergebiet "Lebensmittelmarkt" Kamsdorf
 
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